

Was Irland im Juni zu bieten hat
1. Der Glenveagh Nationalpark mit seinem Schloss
Das wollen wir doch irgendwie alle: weg vom Massentourismus und lieber ursprüngliche Orte besuchen, die vielleicht noch nie jemand zuvor entdeckt hat. Okay, die ersten und einzigen Besucher werden Sie nicht sein, aber es gibt sie, die magischen und untouristischen Orte in Irland. Nehmen Sie zum Beispiel den Glenveagh National Park in der Grafschaft Donegal im Nordwesten Irlands, wo das Derryveagh-Gebirge die Kulisse für ein verzaubertes Tal bildet. Er ist ein wahres Paradies auf Erden, wo sich majestätische Steinadler in die Lüfte schwingen und die größte Dammwildherde Europas lebt. Im Nationalpark befindet sich ebenfalls das Glenveagh Castle, das einst Henry McIlhenny gehörte, dessen Familie die Tabasco-Sauce erfand. Eine scharfe Geschichte für so ein romantisches Schlösschen! Der Schlossgarten ist eine große Attraktion, da hier zahlreiche exotische Pflanzen zu bewundern sind. Aufgrund seiner Lage an der Westküste, 4 Stunden von Dublin und 2 Stunden von Belfast entfernt, können Sie den Nationalpark noch schneller erreichen, wenn Sie direkt zum „Ireland West Airport Knock“ fliegen.


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2. Westport erkunden – die Stadt der Piratenkönigin
Über 250 Jahre ist es alt – das kleine verträumte Städtchen Westport, das eine wilde Vergangenheit hat. Westport liegt an der Küstenstraße Wild Atlantic Way in der Grafschaft Mayo und ist ein Reiseziel, das viele verschiedene Aktivitäten anbietet. Wo fängt man an und warum sollten Sie im Juni kommen? Im Juni findet hier das „Westport Folk and Bluegrass Festival“ statt, ein traditionelles Musikfestival, das die Bedeutung der Musik für Westport zeigt. Außerdem befindet sich hier das traditionelle Irish Pub „Matt Molloy's“. Jeden Abend gibt es dort Livemusik. Kein Wunder, ist doch der Besitzer Teil der berühmten traditionellen Musikgruppe „The Chieftains“. Aber neben der Musik hat Westport auch eine wunderschöne Natur zu bieten: Das Städtchen liegt in der Nähe des Croagh Patrick, einem Berg, den der heilige Patrick bestieg und der immer noch ein Ziel für Pilger ist. Gleichzeitig liegt es auch an der Bucht „Clew Bay“. Diese hat angeblich 365 Inselchen und Inseln – eine für jeden Tag des Jahres. Die beste Gelegenheit für Sie, ein bisschen Insel-Hopping zu betreiben und die Schönheit der Küste aus der Perspektive der irischen Piratenkönigin Grace O‘ Malley zu genießen, die hier vor vielen Jahren ihr Unwesen trieb.


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3. Die Stadt Cork – kulinarisches Highlight
Cork, die zweitgrößte Stadt der Republik Irland, ist eine turbulente Ansammlung von schicken Cafés, angesagten Kunstgalerien, ungewöhnlichen Museen und richtig guten Pubs. Stress und Hektik? Fehlanzeige. Angenehm kompakt in der Größe, freundlich und mit einer Vorliebe für verschrobenen Humor hat Cork schon immer gemacht, was es wollte – sei es nun mit seinen Jazz-Festivals oder den handwerklich gebrauten Bieren. Cork steht auch für ausgezeichnetes Essen. Besuchen Sie doch mal den „English Market“ und Sie befinden Sie sich mitten in einem gastronomischen Paradies, in dem alle Produkte aus der Region stammen. Als Hauptexportregion für Butter hat Cork selbstverständlich auch ein Buttermuseum. Wer jetzt zufällig Lust auf einen Schluck Whiskey haben sollte, der besucht die Distellerie in Midleton ganz in der Nähe. Gartenliebhaber entscheiden sich vielleicht für einen Abstecher zur Insel Fota, die für die faszinierenden Gärten von Fota House und den Fota Wildlife Park bekannt ist.
Sie können auch Cobh besuchen, ein charmantes Städtchen, das von Condé Nast Traveler zu einer der schönsten Kleinstädte Europas gewählt wurde. Bunte Häuserfronten laden zu einem Spaziergang ein und sind ein Traum für jeden Fotografen. Verpassen Sie nicht die Titanic Experience Cobh – ein Museum, in dem die Geschichten der letzten Auswanderer erzählt werden, die hier an Bord der mächtigen Titanic gingen, bevor diese zu ihrer verhängnisvollen Reise aufbrach.


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4. Die Mourne Mountains
Im Juni bietet es sich an, die höchsten Berge Nordirlands zu entdecken. Die Mourne Mountains sind eine beeindruckende Reihe mächtiger Granitgipfel und ein aufgrund der außergewöhnlichen Naturschönheit offiziell geschütztes Gebiet. Wenn Sie mit dem Auto auf der Mourne Coastal Route unterwegs sind, erhalten Sie einen Eindruck von der Größe dieser atemberaubenden Berge. Am besten aber erkunden Sie die zahlreichen Sehenswürdigkeiten mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Der Mourne Mountains Fahrradrundweg führt Sie über den Spelga Pass und vorbei an den Ruinen von Greencastle aus dem 14. Jahrhundert. Wanderfreunde finden zwischen den High Mournes (im Osten) und den Low Mournes (im Westen) wunderbare Wege durch abwechslungsreiche Landschaften. Ein im wahrsten Sinne des Wortes „Highlight“: Die Mourne Wall zieht sich im Zickzack durch die Landschaft. Diese beeindruckende Trockensteinmauer ist über 35 km lang, erstreckt sich über 15 Gipfel und wurde vor über 100 Jahren errichtet. Übrigens hat sich der Autor CS Lewis von den Mourne Mountains zu seinen „Chroniken von Narnia“ inspirieren lassen. Weiter geht es zum Silent Valley, um Ihre Beine zu entspannen und Ihren Bauch zu füllen. Sie können das Sweet Pea Restaurant, ein charmantes Restaurant auf einer Farm mit Haustieren, oder die Mourne Seafood Bar eines der beliebtesten Restaurants in der Grafschaft Down, ausprobieren.


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5. Der Grafschaft Wexford und das Erdbeerfest
Erdbeeren in Irland? Ja klar doch! Wir befinden uns an der Ostküste Irlands. Der Osten generell ist mit einem milden Klima gesegnet, nicht umsonst ist die Gegend als „Sunny South East“ bei den Einheimischen bekannt. Die Küste ist lieblich, die Strände endlos lang und sowohl saftige Landschaften als auch idyllische Kleinstädte prägen das Bild. Überall zeugen historische Sehenswürdigkeiten wie Burgen, Schlösser, Gräber und Rundtürme von einer bewegten Vergangenheit Irlands – manche sind sogar älter als die ägyptischen Pyramiden. Die Kleinstadt Enniscorthy feierte kürzlich sogar ihren 1500. Geburtstag. Hier befinden sich die St. Aidan-Kathedrale und das Besucherzentrum, das die Geschichte des nahe gelegenen Essigbergs (Vinegar Hill) erzählt – Schauplatz der entscheidenden Schlacht des irischen Aufstands von 1798. Und in genau diesem Städtchen findet im Juni das Wexford Strawberry Festival statt, bei dem die Erzeuger die verschiedenen Erdbeersorten zeigen. Es ist eine ausgezeichnete Zeit, sie alle zu probieren! Dann wäre da noch die Stadt Wexford. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten gehören die Selskar Abbey und das wunderschöne Opernhaus im Herzen der Stadt, in dem im Oktober das Wexford Opera Festival stattfindet, sowie das Sky View Café, von dem aus man einen atemberaubenden Blick hat.